Was bedeutet gebeiztes Saatgut?

Das Beizen von Saatgut kommt in der Land -und Fortwirtschaft und im Gartenbau zur Anwendung. Beim Beizen werden die geernteten Samen mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, so dass sie vor dem Befall mit Pilzen, Krankheiten oder Schädlingen wie Insekten geschützt werden. Auf diese Weise soll die Keimfähigkeit des Saatgutes verbessert und Erkrankungen, die bereits im Keim auftreten, entgegengewirkt werden. Mit dem Beizen kann einem Vitalitätsverlust der Pflanzen, der Qualitätsminderung der Ernte und im schlimmsten Fall dem Totalverlust der Ernte durch geschädigtes Saatgut vorgebeugt werden.

Bereits in der Antike wurde gebeizt.

Das Beizen blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist keine neue Erfindung. Bereits rund 450 Jahre vor Christus verwendeten die alten Hochkulturen von Ägypten, über Griechenland bis hin nach Rom Beizmittel um die Sämereien zu schützen und zu säubern. Zum Einsatz kamen unter anderem Asche, sowie der Saft von Lauch und der Trester von gepressten Oliven. Im Laufe der Jahrhunderte waren verschiedene Mittel für die Behandlung von Saatgut modern. Darunter die Jauche im Mittelalter, später dann das Kupfern und Arsen. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde eine besonders wirksame aber hochgiftige Beize benutz, die Quecksilberbeize. Sie wurde im Jahre 1982 in Deutschland verboten

Die Wirkstoffe moderner Beizen.

Unter den Wirkstoffen die in den heutigen Beizen eingesetzt werden, finden sich verschiedene zugelassene chemische Verbindungen. Sie werden je nach Einsatzbereich und Pflanzensorte gewählt. Gegen Pilze und Sporen werden unter anderem Fungizide eingesetzt, vor allem für Getreide und Raps. Häufig kommen auch andere Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, die Pflanzenkrankheiten vom Samen fernhalten sollen.

Das passiert im Samen ?

Bei den modernen Wirkstoffen handelt es sich um lokale, systemische oder teilsystemische Beizmittel, die auch in Kombination zum Einsatz kommen können.

Die systemischen oder teilsystemischen Beizmittel dringen in den Sämling ein. So können sie sich im gesamten Samen und im Keimling über den Saftstrom verbreiten. Dieser ist für die Nährstoffverteilung im Keim zuständig, ähnlich wie das Blut beim Menschen. Durch die Verteilung im gesamten Keimling sollen die Beizen einen umfangreichen Schutz im Voraus ermöglichen.

Einige der Substanzen werden nach der Aussaht im Boden aktiv und verteilen sich rund um das Korn. So bilden sie einen so genannten Beizhof und schützen gegen im Boden befindliche Krankheitserreger. Einige Beizen verbinden auch zwei Wirkweisen und schaffen einen Beizhof und einen teilsystemischen Schutz.

Ergänzend zu diesen beiden Behandlungswegen können auch Spezial

beizen mit Insektiziden zum Einsatz kommen. Sie können Pflanzen vor Insektenbefall beispielsweise durch Blattläuse schützen. Werden Insektizide direkt als Beize auf das Korn gebracht, müssen die Pflanzen später weniger oder gar nicht mehr gespritzt werden. So lassen sich die Mittel zielgerichtet einsetzen.

Die verschiedenen Beizverfahren.

Es gibt verschiedene Verfahren um das Saatgut zu beizen und somit von Beginn an vor Krankheiten zu schützen.

Die Trockenbeize, hierbei werden die Saatkörner solange mit dem trockenen Pulver vermischt, bis die komplette Saat mit Trockenbeize umhüllt ist.

In die Feuchtbeize, hingegen wir das Saatgut für kürzere Zeit in ein Bad aus Beizmitteln eingetaucht. Diese Vorgehensweise wird immer beliebter und löst die zuvor sehr verbreitete Trockenbeize ab.

Die Suspensionsbeize, hier werden die Samen mit einem fein zerstäubtem Beizmittel besprüht.

Das Pillieren, das heißt um die einzelnen Samenkörner wird der Wirkstoff in einer Schicht aus Ton und Torf gebracht.

Das Ziel der Behandlung ist bei jedem der vier Verfahren, dass die Beize das gesamte Korn gleichmäßig umschließen soll und nicht abreiben darf. In der Landwirtschaft werden vor allem die Samen von verschiedenen Getreidesorten und Mais, sowie Raps und Kartoffeln mit diesen Verfahren gebeizt. Nach dem Beizen, haben die Saatkörner meist eine auffällige Farbe, die nicht ihrer natürlichen Farbe entspricht. Dies liegt daran, dass das Saatgut eingefärbt wird, um Verwechslungen mit Futtermitteln zu vermeiden, und um auf die Beizung hinzuweisen.

 

gefärbtes_saatgutGebeiztes-Getreide

Landmaschinenpflege

Gepflegte Landmaschinen sehen nicht nur optisch gut aus, sie halten bei guter Pflege auch länger.

Im täglichen Einsatz drohen dem schützenden Lack unserer Landmaschinen viele Gefahren. Egal ob Dünger, Gülle oder Pflanzenschutzmittel all diese Stoffe haben es auf den Lack abgesehen. Vor allem die organischen Stoffe wie zum Beispiel Gülle greifen besonders hartnäckig an und lassen sich auch nur schwer entfernen. Nur mit Wasser und Bürste hat man meist keine Chance den Dreck vollständig abzuwaschen. Also muss ein Reinigungsmittel her, doch auch der beste Reiniger kann nichts ausrichten, wenn man ihn falsch anwendet.

Als erstes sollte eine warme Vorwäsche gemacht werden, um die Maschine von groben Schmutz zu befreien. Hoher Wasserdruck hilft dabei allerdings nicht so gut, wie eine hohe Wassermenge. Das Wasser sollte nach Möglichkeit warm, aber nicht wärmer als 50° sein, da ansonsten der Ölabscheider nicht mehr richtig arbeiten kann. Außerdem können zu hohe Temperaturen empfindlichen Lack verbrühen und man erreicht das genaue Gegenteil von dem, was eigentlich erreicht werden soll. Das gleiche gilt für „Dreckfräsen“ sie schaden dem Lack durch ihren konzentrierten Strahl, am besten geeignet sind Flachstrahldüsen mit einem weiten Strahl.

Zweitens gilt: Erst testen! Benutzen Sie den Reiniger das erste Mal, oder sind Sie sich mit der Dosierung nicht ganz sicher, sollten Sie an einer kleinen versteckten Stelle erst einmal testen wie der Reiniger wirkt bzw. ob er eventuell nicht ausreichend verdünnt ist, bevor die ganze Maschien damit eingesprüht wird. Als Faustregel gilt : bei Öl und Fett hat der Reiniger es leichter, wenn man 1/10 bzw. 1/20 mischt, bei organischen Verschmutzungen sollte die Konzentration höher gewählt werden, gegebenenfalls sogar pur benutzt werden (bitte Herstellerangaben beachten).

Drittens: Von unten nach oben arbeiten. Der Grund ist einfach: fängt man oben an , läuft der Reiniger in Streifen von der Maschine. Diese Streifen kann man nach der Reinigung eventuell noch sehen. Fängt man dagegen von unten an können sich solche Streifen nicht bilden . Genauso gehen Sie danach auch mit dem Hochdruckreiniger vor. Den so kann der Reiniger nicht ohne Druck von der Maschine abgespühlt werden. Dies wäre der Fall, wenn man von oben anfängt. Erst ganz zum Schluss spült man die Maschine mit klarem Wasser von oben ab, um alle verbliebenen Rückstände abzuspülen.

Viertens gilt es die Temperaturen zu beachten. Seien Sie vor allem in den Sommermonaten vorsichtig mit Reinigungsmitteln, der Reiniger darf auf keinen Fall auf dem Lack eintrocknen, den dies kann irreparable Schäden am Lack verurschen. Kühlen Sie die Maschine vorher also mit Wasser, oder im Schatten ab. Ideal ist trübes bis regnerisches Wetter, dann sind die Temperaturen geringer und die Sonneneinstrahlung reduziert.

 

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